Ohr, Schwerhörigkeit, immer mehr sind betroffen

Gut hören sollte kein Zufall sein. Leider gibt es auch Erkrankungen im Ohr, die das Hören erschweren, oder gar beinträchtigen können. Nicht selten lässt sich das Krankheitsbild aber schnell in den Griff bekommen. Eine dieser Ohrerkrankungen nennt sich das Usher-Syndrom. Dabei ist nicht nur das Hörzentrum sondern auch das Sehzentrum betroffen. Zwei Sinnesorgane, die täglich im Leben gebraucht werden, können zu erheblichen Einschränkungen führen. Bei den Augen ist es dann eine Rückbildung auf der Netzhaut. Für beide Krankheitsbilder gilt jedoch, dass es sich um eine Nervenzellenschädigung handelt. Betroffene haben auch Probleme mit der Schnecke im Innenohr. Dies geht soweit, dass am Ende nichts mehr wahrgenommen werden kann. Ein kompletter Hörverlust ist die Folge. Für das Usher-Syndrom gibt es auch eine lateinische Bezeichnung, Retinopathia pigmentosa. Wie weit die Krankheit sich ausbreitet ist von Person zu Person unterschiedlich. Doch woher kommt die Erkrankung? In den meisten Fällen sind jene betroffen, die bereits in der Familie einen ähnlichen Vorfall hatten. Es handelt sich demnach um eine klassische Erbkrankheit. Gut möglich, dass die Taubheit bereits angeboren sein kann. So ist es nicht nur eine Frage des Alters, ob die Usher-Erkrankung ausbricht. Dabei handelt es sich um den Typ 1. Insgesamt gibt es drei Typen. Bei Typ 2 ist es schon etwas schwerwiegender. Hierbei muss der Betroffene sich mit einer Sehbehinderung abfinden, die während der Pubertät auftritt. Eine hohe Schwerhörigkeit ist zu diesem Zeitpunkt bereits vorhanden, da angeboren. Der fortschreitende Hörverlust macht sich bei Typ 3 bemerkbar. Auch hierbei können beide Symptome während des Erwachsenwerdens eintreten, oder sich zum ersten Mal bemerkbar machen. Das Schlimme an dieser Erkrankung ist, dass diese schleichend kommt. Mit einer frühzeitigen Diagnose kann dagegen gewirkt werden. Für jeden Patient gibt es eine individuelle Behandlung.

Auch Kinder sind immer häufiger von Schwerhörigkeit betroffen

Da bei der Behandlung lediglich das Sehproblem behandelt werden kann, gibt es für den Hörverlust lediglich das Hörgerät. Hierbei ist es wichtig, sich das Hörgerät beim Fachmann anfertigen zu lassen. Leider gehört Schwerhörigkeit zu den Themen, die immer noch verschwiegen werden. Kaum jemand redet gerne darüber. Immer mehr sind von diesem Problem betroffen, wie aktuelle Studien zeigen. Bis zu 1,6 Millionen tragen ein Hörgerät. Erfreulich ist jedoch, dass sich die Hörgeräte immer weiter entwickeln. Sie können inzwischen mit kleinen Computern verglichen werden. Was heute noch aktuell ist, kann morgen schon wieder der Vergangenheit angehören. Dabei lässt sich das Problem schon während der Kindheit vermeiden. Schwerhörigkeit kann vermieden werden, indem die Musik heruntergedreht wird. Häufig sind Kinder betroffen, die einen Kopfhörer tragen. Und so sind es immerhin 14 Prozent der getesteten Kinder, die unter Hörproblemen litten. Dies kann sich während der Schulzeit auch auf die Noten auswirken. Bei den Tests wurde auch eine Hochtonschwerhörigkeit festgestellt. Eltern sollten daher darauf achten, ob sich bei den Geräten eine Standardlautstärke einstellen lässt. Diese wird bei immer mehr neueren Modellen angeboten. Etwas Neues für den Musikgenuss der Kinder zu kaufen, ist daher nicht immer nur mit Mehrausgaben zu verzollen, sondern trägt auch zu einer besseren Gesundheit der Kinder bei. Viele Geräte steuern sich heute auch schon vollkommen automatisch und verhindern damit Schwerhörigkeit. Eltern können Kinder zwar nicht vor Lärm schützen, mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen jedoch dafür sorgen, dass das empfindliche und noch nicht ausgereifte Ohr nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Das wird besonders deutlich bei Baustellen, im Straßenverkehr, oder im Fußballstadion.

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